Die Nikolaus-Schleppjagd im Fotobuch

50 Jahre Warendorfer Jagdreiter

„So geht’s nicht!“ heißt es beim Jagdgericht in Greffen zum Ende der Saison. Und, nein, hier wird ja auch nicht der Nikolaus gejagt. Traditionell ist sie, die Nikolausjagd, die in dem kleinen Ort an der Ems zwischen Gütersloh und Warendorf geritten wird. Und legendär ist das anschließende Jagdgericht, das mit dem lautstarken Motto #Sogehtsnicht jeden Angeklagten erzittern lässt.

Seit 1968 wird die Nikolaus-Schleppjagd von den Warendorfer Jagdreitern veranstaltet, zusammen mit den Foxhounds der Warendorfer Meute. Nur zweimal musste sie ausfallen. Welch großartige Tradition!

Die Nikolaus-Schleppjagden auf 72 Seiten im Pixum-Fotobuch, Hardcover, Format 15 x 19 cm.

„Diese Jagd ist ein Pflichttermin“, erklärt mir Jagdreiter Theo kurzum während des Eintrags ins Jagdbuch beim Stelldichein an diesem ungemütlichen Sonntagmorgen, an dem plötzlich der Winter hereingebrochen war. Selbst für das flache Münsterland herrscht ein Wetter zum Weglaufen. Aber sie erscheinen, die tapferen, die unentwegten, und sie steigen in den kalten Sattel, egal, ob es regnet oder schneit, was um den 1. Advent herum schon mal vorkommen kann.

Jagdreiten zum Genießen: Herrliche Momente zwischen den Schleppen.

Es geht auch ohne e. V.

In der Jagdreiterei haben sich im Lauf der Jahre neben den Vereinen zwanglose Cliquen gebildet, die auch ohne Vorstand und Vereinskasse und e. V.-Gedöns etwas auf die Beine stellen. Ein besonders langlebiges Beispiel dafür sind die Warendorfer Jagdreiter. Der grandiose Reiterball Anfang Februar 2018 in Harsewinkel bildete den Auftakt für das Jubiläumsjahr zum 50-jährigen Bestehen.

Die Schleppe an der Sandkuhle wird stets zweimal geritten. Begleitet wird die Jagd zünftig im Planwagen.

Zu diesem Anlass habe ich von den jüngsten drei Jahren ein Fotobuch gestaltet, das neben den sportlichen Bildern die Momente des Einzugs des Nikolaus mit seinem Knecht Ruprecht zur berühmten Pause in der Sandkuhle zeigen. Eingefangen ist die ehrfürchtige Stimmung, wie die Zuschauerkinder aufgeregt auf das Erscheinen der Kutsche warten, ihre ehrfürchtigen Blicke beim Empfang der Schoko-Nikoläuse. Aber erst rasen noch die Hunde auf der Schleppe und die nachfolgenden Reiter vorbei.

In der Pause stimmt dann endlich das von den Reitern und Bläsern gemeinsam geschmetterte Lied „Nikolaus, komm in unser Haus“ ein auf die fröhliche Weihnachtszeit.

Halali-Halali!

Jedes Jahr kommen neue Reiter aus der Region hinzu, um die letzte Jagd der Saison zu reiten, wobei sich bei allem Bemühen um diszipliniertes Reiten so mancher vor dem Hohen Jagdgericht als Angeklagter wiederfinden kann, was wiederum hier nachzulesen ist: www.foto-biografien.de/blog/?p=3776

Halali auf dem Hof Meier zu Greffen

Gute Stimmung ist stets garantiert, vor dem Abritt, aber eher dann doch in der Pause und erst recht nach dem Halali. Deswegen machen die das, die Warendorfer Jagdreiter. Und deswegen gibt’s dieses Erinnerungsbuch. Weitere Exemplare, auch mit persönlichen Fotos, lasse ich auf Anfrage gern nachdrucken.

 

Zum Durchblättern und zum Erinnern hier nochmal der Link bei Pixum. Eine Registrierung ist nicht erforderlich.

https://as.photoprintit.com/web/85001291/showPublishedPhotoBook.do?ehash=b434b6ced6f35a745cb4c5c6581302a9

Gratulation zum Fünfzigsten!

Damit was bleibt.

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Über Helga Koch

Foto-Biografin Inhaberin von MEMORIES and MOMENTS in Ostwestfalen-Lippe. "Macht was draus - damit was bleibt."
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