Der Phlox

Für den Liebhaber von schönen Blumen und Pflanzen

Das Sommerwetter war noch einmal zurückgekehrt. Der verregnete Phlox schüttelte sich und flammte von neuem auf. Auf unseren Phlox waren wir besonders stolz. Er war in zwei Reihen gesetzt, rechts und links des Mittelwegs, und so lief durch den ganzen Garten ein langes und breites, doppeltes buschiges Band von Rot, Lila, Blau und Weiß, alle Farben durcheinander, großblütig, halbmannshoch, eine aufregende leidenschaftliche Pracht.

Um etwas für den Phlox im Text empfinden zu können, muss man sich mit ihm angefreundet haben.

Ein Klassiker unter den Sommerblumen – der Phlox

Den ganzen Sommer über waren die Leute stehen geblieben und hatten ihn bewundert. Viele waren auch hergekommen, um ganz genau zu sehen und um den betäubend süßen Honigduft zu riechen, den der Wind weithin mit sich trug. Alle wollten einen Strauß davon haben, manche boten viel Geld, aber Frau Olenski verkaufte nicht einen Zweig, obwohl sie das Geld gut hätte brauchen können zum Ausbessern der Treibhäuser. Auch für unsere eigenen Vasen durften wir nichts davon pflücken.

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Oft am Tage sagte eins von uns plötzlich verzückt: „Riech doch!“ Oder mit einem befriedigten Seufzer: „Das dunkle Lila ist doch das schönste.“ Und jedes wusste sofort, wovon die Rede war.

PhloxEines Tages kam Franz gelaufen, dass seine Holzpantoffeln flogen. Er keuchte: „Der fremde Herr“, so nannte er Jan Lobel hartnäckig, „der fremde Herr reißt den Phlox aus.“

„Ach was“, sagte Frau Olenski, „er soll sich ruhig ein paar Zweige pflücken.“

Julia war blass geworden. „Der Phlox“, flüsterte sie fassungslos.

Liebevoll malt Luise Rinser die Szene aus. Weshalb sie das tut wird deutlich, als das Bild in Handlung umschlägt.

Liebevoll setzt Luise Rinser den Phlox in Szene

Aus „Jan Lobel aus Warschau“ von Luise Rinser (1911 – 2002)

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Über Helga Koch

Foto-Biografin Inhaberin von MEMORIES and MOMENTS in Ostwestfalen-Lippe. "Macht was draus - damit was bleibt."
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