Ein Gedicht …

… für heute und schlicht für jeden Tag:

Der Menschheit größter Hochgenuss
Ist ohne Zweifel wohl der Kuss.
Er ist beliebt, er macht vergnügt,
Ob man ihn gibt, ob man ihn kriegt.

Er kostet nichts, ist unverbindlich
Und vollzieht sich immer mündlich.
Hat man die Absicht, dass man küsst,
So muss man erst mit Macht und List
Den Abstand zu verringern trachten
Und dann mit Blicken zärtlich schmachten.

Die Blicke werden tief und tiefer,
Es nähern sich die Unterkiefer.
Man pflegt dann mit geschlossenen Augen
Sich aneinander festzusaugen.

Jedoch nicht nur der Mund allein
Braucht eines Kusses Ziel zu sein.
Man küsst die Wange und die Hände
Und auch noch and’re Gegenstände,
Die ringsherum mit Vorbedacht
Sämtlich am Körper angebracht.

Auch wie man küsst, das ist verschieden,
im Norden, Osten, Westen, Süden.
So mit Bedacht und mit Gefühl,
Der eine heiß, der and’re kühl.
Der eine haucht, der and’re schmatzt,
Als ob ein alter Reifen platzt.

Hingegen wiederum der Keusche
Vermeidet jegliche Geräusche.
Der eine kurz, der and’re länger,
Den längsten nennt man Dauerbrenner.

Ein Kuss ist, wenn zwei Lippenlappen,
in Liebe aufeinanderklappen
und dabei ein Geräusch entsteht,
als wenn die Kuh durch Matsche geht.

Trotz intensiver Recherche konnte ich keinen Verfasser und den genauen Titel ermitteln. Für Ursprungshinweise bin ich dankbar. Mir wurde es vor Jahren übermittelt, und es gibt immer wieder Anlass, sich zu erinnern.

* * *

Damit was bleibt.

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Ich hätte da mal ‘ne Idee …

Sterneverdächtig: Spontan-Kreation mit Schwarzwurzeln

Nachstehend meine aus der Not entstandene Idee für eine “Sättigungsbeilage”, weil plötzlich und ausgerechnet zum Heiligabend Mamas Brücke schlapp machte und was gaumenfreundlich Weiches auf den Tisch musste.

Frische Schwarzwurzeln putzen (hat man grundsätzlich zu dieser Jahreszeit vorrätig, weil sie sich lange halten) und in so 4 cm-Stücken klein schneiden. (Mit Einmal-Handschuhen und in kaltem Wasser klebt’s nicht so.) Die Menge ist egal, denn den Rest kann man am nächsten Tag noch schön für irgendwas verwenden.

Jedenfalls heute: Für 2 Personen ca. 3 lange Stangen schrubben, durchschneiden, schälen und sofort in kaltes Wasser legen.

Die Schwarzwurzeln im Dampfgarer 12 Min. garen (oder im Topf mit wenig Wasser, bis sie bissfest sind. Könnte dann etwas länger dauern.)

Die garen Stücke pürieren. Etwas Gemüsebrühe hinzugeben. (Bloß nicht überwürzen!)

Gewürze: Muskatnuss hineinmahlen (wenig), noch weniger Salz (lieber gar nicht), Kurkuma, Safran (falls was im Hause ist, wenn nicht, etwas mehr Kurkuma, falls es selbst an Kurkuma mangelt: etwas Curry-Pulver. Das wird ja wohl da sein.)

100 ml flüssige Sahne. NICHT pfeffern!

Man röstet 1 kleine Zwiebel in Rapsöl in der (beschichteten) Pfanne an. Diese Zwiebel verteilt man mit etwas Öl in einer kleinen Auflaufform. Dann brät man ca. 30 g durchwachsenen Speck an. Diesen rührt man unter das pürierte Gemüse.

Die komplette Mischung gibt man in die Auflaufform und – hach, fast vergessen zu sagen, den Backofen schon mal vorglühen – na, egal jetzt, dann wartet man halt, bis der Backofen auf 150 Grad erhitzt ist.

Über das pürierte Gemüse wird noch mittelalter Gouda gerieben – ca. 40 Gramm. Womöglich kann man auch Parmesan nehmen. Kommt drauf an, was im Kühlschrank ist. Zur Erinnerung: es ist ein Spontan-Rezept.

Und dann die Auflaufform mitten in den Backofen schieben. Den erhitzten Backofen nun auf Grill-Stufe 2 stellen, bis der Käse so – hmmm hellbraun – wird. Kann dann 8 bis 12 Minuten dauern. Muss man schon mal ‘nen bisschen bei aufpassen. Deswegen, und damit’s nicht langweilig wird – und überhaupt – ‘nen weißen Küchenwein bereithalten und bei Bedarf so’n Schlückchen davon trinken.

Hätte ich selbst nicht gedacht, wie lecker das ist. Nee – ja … – doch. Da bleibt nix übrig. Und es passt zu Fisch, Fleisch und sogar auf’s kalt-warme Büfett.

Und deshalb hier meine persönliche Bewertung: 5 Sterne
Hilfestellung gern auf Anfrage – Feedback willkommen.

 

Macht was draus.

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Ich hätte da mal ‘ne Idee …

… sagte sich Joachim Baron von Reden, Öko-Landwirt und rühriger Schlossherr von Wendlinghausen. Aus der Idee entstand:

Die Snow Polo Trophy

Es war ein gewagter Schritt: Zum ersten Mal wurde in Deutschland ein Polo-Turnier auf Schnee veranstaltet. Am dritten Adventswochenende eiferte man mit vier Top-Teams auf Kunstschnee vom Snow Dome Bispingen den Traditionsveranstaltungen in St. Moritz und Kitzbühel im beschaulichen Dörentrup im Kreis Lippe nach. Der rührige Schlossherr Joachim Baron von Reden und Polo-Experte Rolf Zimmermann stellten gemeinsam mit ihren engagierten Mitarbeitern ein außergewöhnliches Turnier auf die Beine, das niemand in der Abgeschiedenheit des Lipperlandes erwartet hätte. Nach den ersten Feld-Polo-Turnieren in diesem Jahr setzten die Organisatoren noch eins drauf. Wieder unterstützten exklusive Sponsoren der Region das Event, nationale Polo-Teams mit Top-Spielern der Handicaps 0 bis +3 sorgten für guten Sport, und ein zuschauer­freundlich trockenes Wetter besorgte den Rest. Eine Tombola zugunsten des Kinderhilfswerks „ICH“ Inter-National Children Help rundete das Meeting auf der Schlosswiese ab.

In Verbindung mit dem Schloss-Weihnachtsmarkt erwies sich das Poloturnier bereits am Samstag als Zuschauer­magnet. Die Teams werden jeweils vorab ausgelost, so dass es von vornherein nur fair zugeht beim Kampf um die Trophys der Hauptsponsoren JAB Anstoetz, Porsche Paderborn, Engel & Völkers und Serana Hotel Design.

Im packenden Finale siegte knapp das Porsche-Team mit Marie-Jeanette Ferch, angereist vom Ammersee, und Daniel Hauss, Düsseldorf, gegen das Serana-Team Wolfgang Kailing/Alexander Bock, beide Hannover. Mit Marie-Jeanette Ferch wurde bereits am Samstag die einzige Amazone auf dem Schneefeld, ehemalige Vielseitigkeits­reiterin und sympathische Ehefrau von Schauspieler Heino Ferch, zur Spielerin des Tages gekürt.

Die “Schönen und Reichen”

Ein besonderer Erfolg war es am Ende für alle Beteiligten. Veranstalter und Sponsoren profitierten von insgesamt 1000 Gästen und Besuchern. Dieses Turnier war mehr als spektakuläre Werbung. Es brachte einen als elitär geltenden Sport in eine Region und zu den Menschen, die so etwas nur von den Schönen und Reichen in fernen Nobelorten kennen. Den Spielverlauf kommentierte der unermüdliche Reiner Drewes, die Duisburger Version eines “Marcel Reif”, dessen Fachwissen erheblich zum Verständnis beitrug, um das uralte Polospiel an sich zu verstehen. Schließlich rennen hier nicht elf Menschen, sondern immerhin vier Pferde einem Ball hinterher.

                                            Wolfgang Kailing aus dem Hannöverschen

… ist seit 28 Jahren auf allen Poloturnieren des Kontinents unterwegs und haarscharf an der Triple Crown auf Schloss Wendlinghausen vorbeigeschrammt, die er nach dem Gewinn der ersten beiden Turniere dieses Jahres in Ostwestfalen angepeilt hatte. Begeistert lobte er das Engagement des Schlossherren: „Das Polo-Spiel kann sich hier durchaus etablieren. In dieser Gegend leben viele Menschen auf ländlichen Anwesen, die sicherlich ein Gespür haben für das, was hier wächst. Wenn man nichts Neues wagt, kann nichts Neues entstehen.“

Damit was bleibt.

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