Fundsache – Zweite Chance für Nero (46)

Er weiß das nicht

An dieser Stelle lange nichts gelesen von Klaus-Nero? Das hat seinen Grund. Das anfänglich Neue ist zur Routine geworden, der kleine Sausewind hat stets so viel Quatsch auf Lager, dass uns mittlerweile seine spontanen Koppsabolter* schon nicht mehr so beeindrucken wie früher. Er macht sie ja nicht für seine Zuschauer, sondern für sich.

Wenn er dann vor der Treppe sitzt, aufrecht und angespannt, und für sich bis Drei zu zählen scheint, bevor er mit seinem eigentümlichen „Prrruudd“ sämtliche Stufen auf einmal nimmt, das sind diese „Hach-Nero“-Momente … Und in diesen Momenten ist er im Hier und Jetzt – und er ist mein.

Manchmal wird mir bang, wenn er abends, wenn’s schon dunkelt, nicht zurück ist von seinem Rundgang, auf dem er jeden Winkel inspiziert und markiert. Vorhin hatte er mein sanftes „Nero-Nero“-Rufen noch folgsam gehört, sprang freudig mauzend auf die Terrasse, ließ sich herzen. Doch schon springt er wieder davon – die lauschige Sommernacht lockt wohl mit seinen Geheimnissen und Abenteuern zwischen Igeln, Rehwild und Nachbars Mila. Oft denke ich: Er kann nichts dafür. Nero weiß ja nicht, dass er meiner ist. Woher soll ein Tier das wissen? Es kennt kein Besitzen.

Was bleibt, ist die Arbeit an dem Ergebnis der Outdoor-Fotoshootings für das nächste Projekt.

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Das Leben und dazu eine Katze,

das ergibt eine unglaubliche Summe.
Rainer Maria Rilke


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ostwestfälische Mundart

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blog1Damit was bleibt.

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Über Helga Koch

Foto-Biografin Inhaberin von MEMORIES and MOMENTS in Ostwestfalen-Lippe. "Macht was draus - damit was bleibt."
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