20 Jahre Amazon – Kein Grund zum Gratulieren

Das muss mal gesagt werden: Meine Erfahrungen mit Amazon

Mein seit 8 Jahren bestehendes Verkäuferkonto habe ich dazu benutzt, um mein 2014 erschienenes Lyrik-Buch „Wenn wir in den roten Röcken“ über Marketplace anzubieten, und zwar nach persönlicher Rücksprache mit Amazon Seller Central, weil es sich ja nun um ein gewerbliches Angebot handelte. Das klappte ein paar Monate prima, Amazon verdiente gut mit.

Bis neue EU-Richtlinien verlangten, dass ich als Freiberufler verschiedene Unterlagen (Telefonrechnung, Steuerbescheid, sogar die Stromrechnung?!) einreichen sollte. Diese Daten bekamen sie, doch bei Amazon war kein kompetenter Sachbearbeiter mit dem Thema vertraut. Die Sache zog sich hin. Plötzlich war mein Verkäuferkonto gesperrt, ohne entsprechende Info. Kein Kunde konnte mein Buch mehr bestellen.

Nach vielen lösungsfernen Mails bat ich um Löschung meines Verkäuferkontos in der Annahme, das Buchangebot wird dann gleich mit entfernt.
Weit gefehlt! Die Produkt-Detail-Seite kann laut Amazon nicht gelöscht werden. „Man sei machtlos“ , ließ man mitteilen. Amazon machtlos? Witz lass nach!

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Der Online-Händler suggeriert fälschlich, der Artikel sei nicht lieferbar.

Der Online-Händler suggeriert fälschlich, der Artikel sei nicht lieferbar.

„Derzeit nicht verfügbar“ heißt nicht „Auflage vergriffen“!

Die Folge ist: Mein Buch erscheint bei der Produktsuche weiterhin, jedoch mit dem Vermerk „Derzeit nicht verfügbar“. Der Buchkunde muss also glauben, die Auflage sei vergriffen. Denn es ist nicht sofort erkennbar, ob es sich um ein Marketplace-Angebot oder um ein bei Amazon gelistetes Buch handelt.

Da ich bei Amazon Seller Central nicht mehr registriert bin, ist nicht mal mehr eine Kontaktaufnahme möglich.

Solch ein Umgang mit seinem Geschäftspartner, und das ist man, wenn man ein Verkäuferkonto unterhält, ist unfair und eines Unternehmens wie Amazon nicht würdig.
Deshalb gibt es meinerseits keine Glückwünsche zum 20-jährigen Jubiläum.
Im Gegenteil – es ist ein guter Anlass, nach dem Verkäuferkonto auch das Käuferkonto zu löschen.

– – –

WENN WIR IN DEN ROTEN RÖCKEN gibt’s online hier:

pferdia.de
Reiterjournal

Außerdem im Buchhandel: ISBN 978-3-00-047176-6
Und natürlich bei der Herausgeberin direkt:
http://www.foto-biografien.de/kontakt.php

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Über Helga Koch

Foto-Biografin Inhaberin von MEMORIES and MOMENTS in Ostwestfalen-Lippe. "Macht was draus - damit was bleibt."
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2 Antworten zu 20 Jahre Amazon – Kein Grund zum Gratulieren

  1. avatar Günter Sch. sagt:

    Ich verstehe Amazon auch nicht als Verkäufer. Erst wurde mein Konto nach Anmeldung fast 4 Wochen überprüft und dann freigegeben.
    Dann wurde mir mitgeteilt, dass ich doch als Powerseller mehr verdienen kann. Ich habe also in gutem Glauben meine Artikel als Datei hochgeladen und verkauft. Gut sogar. Nach kurzer Zeit hatte sich ein Guthaben von über 2000€ auf meinem Konto angesammelt.
    Und schwupps – Konto gesperrt!!!!
    Obwohl mein Konto überprüft wurde und zum Verkauf freigegeben war, wird es bei so einem Guthaben gesperrt. Seine Gebühren und Provision hat Amazon natürlich sofort abgezogen.
    Eine Kommunikation mit Amazon war bisher nur frustrierend.

  2. avatar Caro sagt:

    Es wird vermutet, dass das eigentliche Geschäftsmodell von Amazon folgendes ist:
    1. Einbehalten der Händlergelder und
    2. das Einbehalten der Lagerware von Verkäufern, die ihre Ware im Amazon-Fulfillmentcenter lagern.
    Der Verifikationsprozess ist wahrscheinlich nur ein Vorwand, den deutschen Handel zu vernichten und zu enteignen. Auch wenn es bei Euch schon lange her ist, wären Beschwerdemails sinnvoll. Adressen hierfür sind die CSSF, Fabio de Masi, Wettbewerbszentrale, Bundeskartellamt, Händlerbund und Verdi Soloselbständige. Der Verifikationsbetrug von Amazon wird bald – Sommer 2017 – im ARD ausgestrahlt. Herrn Andreas Mundt vom Bundeskartellamt ist bekannt, dass von Amazon ca. 1000 deutsche Händler im Monat ruiniert werden. Leider ist er zur Zeit noch nicht bereit, etwas dagegen zu tun. Wir als Händler müssen lauter schreien und unsere Rechte gegen Amazon einfordern! Schickt Eure Beschwerdebriefe überall hin!

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