Wie man alte Briefe entziffert

Alte Briefe haben einen hohen Erinnerungswert

Heute verrate ich meinen Lesern einen effektiven Tipp, wie man alte vergilbte Briefe schnell und ohne große Mühe lesbar macht. In Sütterlin geschriebene Briefe erleichtern
mir mit diesem Trick das Entziffern.

In vielen Familien gibt es noch diese vergessenen Schachteln mit alten Briefen, handgeschrieben mit Bleistift oder Tinte. Feldpost, Liebesbriefe, Postkarten. Ein verblasstes Schriftbild auf vergilbtem oder beschädigten Originalpapier macht es
den Nachkommen schwer, sich einen Reim auf den Briefinhalt zu machen. Zudem können die heutigen Generationen die altdeutsche Schrift nicht lesen. Hier kann ich helfen, denn ich habe Sütterlin seinerzeit in der Schule gelernt.

Ein Brief in akkuratem Sütterlin. Umgewandelt als Foto ist es in der Vergrößerung am Monitor bequem zu lesen – wenn man es denn mal gelernt hat.

Die manchmal über 70 oder gar 100 Jahre alten Briefe traut man sich kaum noch anzufassen, da das Papier seinerzeit häufig sehr dünn war und manchmal bereits zerfleddert ist. Ich scanne sie erst einmal ein (im Modus Text) und stelle dabei die höchste dpi-Zahl ein. Anschließend bearbeite ich das jpg-Bild mittels Foto-Bearbeitungsprogramm so lange, bis ich das Dokument bequem am Bildschirm lesen kann. So muss das empfindliche Original nicht ständig in die Hand genommen werden.

Ein Dokumentenscanner oder Drucker mit Scanfunktion macht das Bearbeiten von
alten Dokumenten leicht. Es geht ganz einfach: Einscannen – Speichern – Foto bearbeiten mit Kontrast und Helligkeit. Beispiele hier:

Original einer Feldpost von 1942 mit Flecken und Rissen. Das Papier ist vergilbt, die Schrift kaum lesbar.

Feldpost-Brief nach der Fotobearbeitung. Der Hintergrund ist aufgehellt, die Schrift nun leserlich.

Ein Originalkuvert Feldpost 1942. Der Soldat schrieb mit Bleistift.

Auf dem bearbeiteten Dokument ist nun die Anschrift leserlich. Als jpg-Foto ist es ein interessantes Detail in einem Fotobuch.

Wer sich selbst an ein Entziffern von Sütterlin wagen will, kann es mit Hilfe dieser Website versuchen (Verlinkung erfolgt hier, weil die Seite wirklich gut ist).

Für Übersetzungen Ihrer alten Briefe stehe ich gern zur Verfügung. Schreiben Sie mir eine Mail oder rufen Sie mich an.

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Damit was bleibt.

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Über Helga Koch

Foto-Biografin Inhaberin von MEMORIES and MOMENTS in Ostwestfalen-Lippe. "Macht was draus - damit was bleibt."
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13 Antworten zu Wie man alte Briefe entziffert

  1. avatar Helga aus Österreich sagt:

    Recht vielen Dank für einen lehrreichen und inhaltsamen Artikel! Wir haben ein für uns sehr teures Tagebuch von unserer Urgroßmutter. Das ist in Sütterlin geschrieben. Einige Stellen haben wir begriffen, bei den anderen haben wir Hilfe gebraucht, um die Sütterlinschrift richtig zu übersetzen. Viel Neues haben wir daraus erfahren, in erster Linie ihre Gefühle in ihrer Jugend im Kontext der historischen Ereignisse. Danke schön!

  2. avatar Lisa Zscherneck sagt:

    Guten Abend Frau Koch,

    ich betreibe als Hobby ein wenig Ahnenforschung und stoße dabei immer wieder an meine Grenzen was das Lesen der alten Aufzeichnungen angeht.
    Konkret sind es nur wenige Seiten, bei denen für mich nur ausgewählte Zeilen relevant sind.
    Können Sie mich bei der Übersetzung unterstützen?

  3. avatar Stephan Herr sagt:

    Hallo.
    Ich habe 6 Briefe von meinem Onkel gefunden.
    Datiert von 1944, geschrieben an der Ostfront.
    Nun würde ich es gerne lesen kann aber diese Schrift nicht entziffern. Mein Onkel ist mit 19 Jahren gefallen. Wie schlimm muss es ihm ergangen sein! Ich hätte großes Interesse an seinen Berichten.
    Können Sie mir helfen?
    Mfg
    C.Walter

  4. avatar Manfred Wegler sagt:

    Sehr geehrte Frau Koch,
    seit Jahrzehnten bewahre ich zwei Feldpostkarten meines Opas auf. Sie stammen wohl aus der Zeit des Beginns des 2. Weltkriegs 1914.
    Was ich entziffern kann ist lediglich das Anschreiben: „Liebe Gattin“
    Wären Sie bereit mir diese beiden Feldpostkarten zu übersetzen?

  5. avatar Anke Reklies-Wagner sagt:

    Liebe Frau Koch,
    ich habe in einer Bilderkiste von einem verstorbenen Verwandten ein Originalbild von 1914 gefunden, welches auf der Vorderseite meine Urgroßeltern mit ihrer Erstgeborenen, meiner Oma als Baby zeigt. Auf der Rückseite ist in Sütterlin an die Eltern meiner Urgroßmutter geschrieben. Soweit kann ich es entziffern. Da aber alles sehr verblasst ist und ich es auch nicht leserlicher bekomme, bitte ich Sie um Tipps, bzw. Hilfe. Über eine Nachricht Ihrerseits würde ich mich sehr freuen, da es sich um das einzige Bild handelt, welches die Flucht aus Ostpreussen und die Kriegswirren überstanden hat. Für meinen Vater wäre es ein großes Geschenk, zu erfahren, was seine Großmutter geschrieben hat. Liebe Grüße von Anke Reklies-Wagner

    • avatar Helga Koch sagt:

      Liebe Frau Reklies-Wagner,
      danke für Ihre Anfrage. Wir sollten einmal telefonieren, um zu klären, welche Maßnahmen Sie für die bessere Lesbarkeit des verblassten Dokuments unternommen haben und wie ich behilflich sein kann. Sie erhalten gleich meine E-Mail zwecks Terminabsprache für ein Telefonat.
      Freundliche Grüße
      Helga Koch

  6. avatar Alwin Klaiber sagt:

    Habe einen älteren handgeschriebenen Brief mit wichtigen Informationen,ist aber fast nicht mehr zu lesen. Das Papier ist ziemlich schwarz,können Sie mir helfen ihn zu entziffern. Vielen Dank im voraus Alwin Klaiber

  7. avatar Victoria Radler sagt:

    Guten Tag Frau Koch,
    ich habe letzte Woche alte Bilder von meiner Oma wieder gefunden und mir genauer angesehen. Gestern haben mein Vater und ich uns zwei Bilder genauer angesehen und deshalb aus dem Fotoalbum herausgenommen und da ist uns aufgefallen, dass auf der Rückseite ein Text im Briefformat steht. Leider ist dies schon sehr vergilbt und nur noch sehr schwer zu entziffern. Und nun bin ich auf diese Seite gestoßen und wollte Sie fragen ob Sie mir hier vielleicht weiterhelfen können?

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